|
Christine Singh: Eingetragen am Sunday, May 13, 2012 3:02 PM
Nach einiger Zeit trat im Bundestag das große Gähnen auf.
Die infizierten Abgeordneten fühlten sich ständig müde. So mancher schlief während der Debatten ein.
Die krankheitsbedingten Ausfälle häuften sich und nachdem es einen Fall von plötzlichem, heftigem Drehschwindel am Rednerpult gegeben hatte, wurde der Gesundheitszustand der Abgeordneten öffentlich diskutiert und die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre, den gesamten Bundestag zu verjüngern. |
|
|
Christine Singh: Eingetragen am Saturday, May 12, 2012 5:33 PM
Uschi´s Leiche war schon längst eingeäschert und vergessen, aber ihr Wahlschein sorgte immer noch für Unmut und Belustigung und ging durch unzählige Hände. Ein Fest für die Krankheitskeime, die Uschi vor ihrem Ableben mit Absicht auf dem Wahlschein verteilt hatte. Ihre Rechnung war aufgegangen. Die arrogante Politikerkaste verbreitete die Pilze weiter, ohne zu ahnen, wo sie sich die aggressiven Dinger eingefangen hatten.
Pilzkrankheiten holte man sich doch beim Barfußlaufen im Schwimmbad oder im Hotel! |
|
|
Christine Singh: Eingetragen am Friday, May 11, 2012 1:17 PM
Uschi befand sich auf dem Weg zum Wahllokal ihres Bezirks. Die Landtagswahl stand an. Uschi war froh, für ein halbes Stündchen ihrer Familie zu entkommen und nahm sich viel Zeit auf ihrem Weg. Während sie unterwegs gedanklich Revue passieren ließ, was ihr die letzten Wahlen an Verbesserung ihrer Lebensumstände gebracht hatten und was überhaupt der Sinn des Wählens war, wenn sich doch nichts änderte, klingelte es laut hinter ihrem Rollator. Ein junger Radfahrer wollte an ihr vorbei. |
|
|
Eingetragen am Thursday, May 10, 2012 11:38 AM
Ich habe in meinem Leben schon einige Geschichten und Gedichte geschrieben.
- Kurzgeschichten, - Mini-Serien, - kurze und lange Gedichte.
Diese literarischen Ergüsse *räusper* kann er erfahrene Leser blind an meinem Schreibstil erkennen, auch wenn sie nicht mit Namen gezeichnet sind.
Die auf dieser Seite veröffentlichten Gedichte und Geschichten stammen alle von mir und sind auch entsprechend kenntlich gemacht. (Dies nur, weil es in Bezug auf´s Urheberrecht Fragen gegeben hat. |
|
|
Eingetragen am Wednesday, February 29, 2012 7:17 PM
Verzweifelt über ihre Lage rief Rangeet im nächst gelegenen Gurdwara an und bat um Vermittlung in ihrer Ehesache. Sie wusste, dass der Ältestenrat, bestehend aus fünf lebenserfahrenen Männern, ihrem Mann einen Besuch abstatten würden.
Das taten sie dann auch. Allerdings bestand Rangeet´s Mann darauf, nichts mehr mit seiner Frau zu tun haben zu wollen. Über die Zukunft ihres ungeborenen Kindes würde dann eine Entscheidung getroffen werden müssen, wenn feststand, wer der Vater überhaupt war. |
|
|
Eingetragen am Wednesday, February 29, 2012 2:03 AM
Die verbotene Leidenschaft flammte wieder auf und wurde ausgiebig ausgelebt, bis eines Tages Rangeet´s Mann hinter das Geheimnis seiner Frau kam.
Wäre eine Geschichte wie diese in Indien ans Tageslicht gekommen, hätte Rangeet wohl nicht mehr lange zu leben gehabt. Aber in Europa galten andere Gesetze. Nachdem er Rangeet grün und blau geschlagen und sie ins Schlafzimmer eingeschlossen hatte, überlegte Ajit, wie er weiter verfahren sollte. Scheiden lassen konnte er sich nicht. |
|
|
Eingetragen am Monday, February 27, 2012 6:31 PM
Rangeet´s Nachbar hatte längst bemerkt, dass ihr Mann nur noch selten zu Hause war und seine junge Frau mit dem Baby allein ließ.
Warum die hübsche Frau immer allein war, verstand er nicht. Hätte er eine Frau gehabt, die so treu wäre wie Rangeet, wäre er der glücklichste Mann auf der Welt gewesen. Er half ihr immer, wenn sie mit dem Kinderwagen die Treppe hinunter wollte. Wenn sie ihn zum Dank ein Lächeln schenkte, schoss seine gute Laune um 50 Punkte nach oben und auch Rangeet fühlte sich zu ihrem Nachbarn hingezogen. |
|
|
Eingetragen am Saturday, February 25, 2012 10:18 PM
Das Zusammenleben mit ihrem Mann Ajit wurde nicht so schlimm, wie Rangeet befürchtet hatte. Ajit war ziemlich modern erzogen, trug keinen Turban und hatte sich gut in Deutschland integriert. Er führte ein Online-Unternehmen, das indische Kleidung, Schmuck, Musik und Filme, sowie Lebensmittel aus seiner Heimat anbot. Da die Bollywood-Filme beim deutschen Publikum immer beliebter wurden, fanden auch die Kostüme begeisterte Abnehmer.
Rangeet machte sich nützlich, indem sie indische Kochkurse anbot, was den Umsatz für Lebensmittel steigerte. |
|
|
Eingetragen am Thursday, February 23, 2012 9:25 PM
Eines Tages, es war kurz vor Ostern, wurde Rangeet krank. - Nichts ernstes, aber nach einer Woche Fehlens auf ihrer Arbeitsstätte vermisste ihr Boss sie. Natürlich hatte er ihre Krankmeldung erhalten und keinen besonderen Grund, bei ihr zu Hause aufzutauchen. Er misstraute ihr nicht; aber er wollte sie sehen und wissen, wie es ihr ging.
Rangeet und ihre Mutter waren alleine zu Haus und hielten sich an das ungeschriebene Gesetz der Sikh-Gesellschaft, niemanden ins Haus zu lassen, wenn der Hausherr nicht zugegen war. |
|
|
Eingetragen am Wednesday, February 22, 2012 3:41 PM
Wenn die Hochzeitsfeier vorbei war, fragte sich Ranjeet manchmal, wen SIE wohl heiraten würde. Interessiert verfolgte sie auch den weiteren Lebensweg eines jeden Ehepaares, deren Hochzeitsgast sie gewesen war. Manche Paare wurden glücklich; bei anderen ging die Ehe schon nach kurzer Zeit katastrophal schief und endete mit Scheidung und Wiederverheiratung beider Partner. Die zweite Hochzeit fiel dann entsprechend nüchterner aus.
Heiraten mussten sie alle! - Alleine leben? - UNDENKBAR! |
|